16.04.2012

Kößlarn Schritt für Schritt weiterentwickeln

Kinderkrippe und Dorfentwicklung als wesentliche Themen bei Gespräch mit MdL Eike Hallitzky

Franz Holub, 1.Bürgermeister – Eike Hallitzky, MdL – Willi Lindner, 2. Bürgermeister

„Im Sommer ist die Kinderkrippe fertig“. Kößlarns Bürgermeister Franz Holub ist sichtbar zufrieden, als der dem Grünen-Abgeordneten Eike Hallitzky vom Fortgang des Ausbaus des Kindergartens berichten kann. Die Gruppenräume werden von der Straßenseite im Norden zur Gartensüdseite hin verlegt, hinzu kommt ein Anbau für die Kinderkrippe. „Und nahezu alle Krippenplätze sind bereits belegt“. Stolz auf das derzeit größte Projekt der Marktgemeinde kann Holub auch sein, weil Kößlarn nur über wenige Gewerbesteuereinnahmen verfügen kann und finanziell nicht gerade auf Rosen gebettet ist. „Aber wenn man keine zu großen Sprünge machen will, dann können wir Schritt für Schritt den Markt weiter entwickeln,“ erläutert Holub seine Maxime.

Mit der Aufwertung des Kindergartenumfelds nimmt auch die Dorfentwicklung Kößlarns ihren Anfang, die Hallitzky unterstützen will. Mittelfristig sei geplant, den gesamten alten Teil des Marktes zu verschönern. Beim Gang durch den Innenbereich skizziert Vizebürgermeister Willi Lindner die ersten Planungen: „Wir setzen dabei auch stark darauf, dass die Hausbesitzer mitmachen, denn gerade sie können durch die Dorfentwicklung nur gewinnen.“ Im Rahmen der Dorfentwicklung sei zudem geplant, eine Parkmöglichkeit in der Nähe des Marktplatzes zu schaffen, um diesen zu entlasten. Nachgedacht werde auch über eine bessere Erschließung des Marktes und seiner unmittelbaren Umgebung für Fußgänger. Verschiedene Arbeitskreise würden bereits daran arbeiten, das Leitbild von Kößlarn „Lebenswert, liebenswert, sehenswert“ umzusetzen.

Laut Bürgermeister Holub nehmen verstärkt ältere Personen ihren Wohnsitz in Kößlarn, weil diese einen ruhigen Wohnort in der Nähe der Bäder suchen würden. Zur besseren Erschließung regt Hallitzky daher eine Bus-Ringlinie zwischen den Bädern Bad Füssing, Bad Griesbach und Bad Birnbach über Rotthalmünster und Kößlarn an, eine Initiative, die der Bürgermeister weitertragen will. Auch an der Umsetzung eines Radweges von Kößlarn nach Rotthalmünster werde bereits gearbeitet. 

Beim der Energieversorgung liege die Marktgemeinde bei einem Versorgungsgrad von rund 150% mit erneuerbaren Energien, wozu insbesondere drei große Photovoltaikanlagen und drei Biogasanlagen beitragen. Hallitzky unterstützt auch die Überlegungen Kößlarns das eigene Verteilernetz zu übernehmen. Dies sei auch eine wirtschaftliche Chance für den Markt. „Die Zukunft der Energieversorgung liegt vor allem in den Händen der Kommunen und ihrer engagierten Bürgerinnen und Bürger.“

Abschließend bedankten sich die Bürgermeister Holub und Lindner bei MdL Hallitzky für dessen großen Einsatz zur Verhinderung einer Schießanlage in Kößlarn. Mit dem Aus für die Schießanlage habe der Markt einen neuen Aufschwung genommen, was sich auch in der Nachfrage nach Bauplätzen zeige. Hallitzky gab das Lob zurück: Er habe selten eine Gemeinde erlebt, die so entschlossen und einmütig gestanden habe, wie die Kößlarner gegen die Schießanlage und ihren Lärmteppich millionenfacher Schüsse pro Jahr. Der Eigentümer denkt derzeit darüber nach, das Gebiet für den Abbau von Kies zu nutzen.